Interview mit dem Pfalzecho“Kommunalwahl 2019″

Kommunalwahl 2019 – Wer wird Bürgermeister/in in Bad Bergzabern? Fragen an Gerda Schäfer

Bürgermeisterkandidatin Gerda Schäfer

Warum möchten Sie Bürgermeisterin werden, was bewegt Sie zur Kandidatur?

Bad Bergzabern ist meine Heimat  – daher liegt mir die Entwicklung unserer Stadt am Herzen. Bad Bergzabern hat Potential und Chancen. Die gilt es viel besser als bisher zu nutzen. Aber kritisieren alleine ändert wenig. Man muss auch bereit sein Verantwortung zu tragen. Und ich habe in meinem Leben immer Verantwortung übernommen.

Sehr viele Projekte, die die SPD angestoßen hat – obwohl wir bisher nicht den Bürgermeister gestellt haben – wurden in unserer Kurstadt bereits umgesetzt.

Aber es gibt noch viel zu tun um Bad Bergzabern in eine gute Zukunft zu führen. Ich nenne beispielhaft die Entwicklung unserer Innenstadt – sie muss wieder eine Visitenkarte der Kurstadt werden.

„Ein Bad Bergzabern für ALLE“  – darum geht es mir. Deshalb möchte ich die neue Stadtbürgermeisterin werden!

Beschreiben Sie einem Fremden Ihre Stadt mit maximal zwei Sätzen…

Bad Bergzabern steht für Gesundheit, Kultur, interessante Geschichte, gute Zusammenarbeit mit unseren französischen Freunden und Freizeit. Die Stadt ist eingebettet in die Schönheit der Natur, hat eine reizvolle Umgebung und in Bad Bergzabern ist für alles gesorgt, was der Mensch zum täglichen Leben braucht.

Wenn ich Bürgermeisterin bin, werde ich als erstes…?

…mir zunächst einmal einen genauen Überblick verschaffen, eine Prioritätenliste der Aufgaben erstellen – und insbesondere die Dinge anpacken, die noch nicht erledigt wurden und dabei immer im Blick haben, was den Bürgerinnen und Bürgern am Herzen liegt.

Die nächsten drei Projekte sind…?

Nicht nur die anstehenden großen Aufgaben – wie die Sanierung vom Kurpark mit der Offenlegung des Erlenbachs, sondern auch die Sauberkeit der Stadt, die Fertigstellung der Kinderspielplätze und das Friedhofsareal.

Eine regelmäßige Jugendsprechstunde. Junge Menschen haben Wünsche und Ideen, die sie einbringen wollen. Sie sollen gehört werden.

Global denken, lokal handeln. Wir wollen einen eigenen Klimaschutzfahrplan für Bad Bergzabern. Der Einstieg wird ein Grünkonzept sowie eine öffentliche CO 2-Bilanz sein. Das Radwegekonzept werden wir mit konkreten Maßnahmen umsetzen.

Stichwort Finanzen: Wie wollen Sie die Stadt finanziell voranbringen? 

Es ist wichtig, dass wieder eine Haushaltsklausur des Stadtrats einberufen wird und die vereinbarten Maßnahmen auch transparent und zuverlässig umgesetzt werden. Aus Förderprogrammen sind schon viele finanzielle Mittel nach Bad Bergzabern geflossen. Das Land hat unsere Stadt in den letzten Jahren enorm unterstützt. Wir sollten diese Unterstützung auch in Zukunft für uns nutzen. Dazu gehört eine enge Einbindung der politischen Mandatsträger über die Stadt hinaus.

Worin sehen Sie Ihre Stärke, was ist Ihre Schwäche?

Stärke: Freude am Gestalten und das, was ich tagtäglich in meinem Beruf praktiziere: hohe Flexibilität und mich neuen Anforderungen und Aufgaben stellen und dabei lösungsorientiert und wirtschaftlich arbeiten. Ich bin vertraut mit Verwaltungsabläufen. Durch die Fraktions- und Ausschussarbeit bin ich in den aktuellen Stadtthemen mitten drin. Den Blickwinkel anderer sehen und offen bleiben für die Meinung anderer, gegenseitiger Respekt im Umgang miteinander und der unbedingte Wille zur Zusammenarbeit.

Ich bin mutig genug nicht nur miteinander Ideen zu entwickeln und darüber zu reden, sondern Projekte tatkräftig anzupacken, die uns weiter nach vorne bringen und die Dinge zu stoppen, die den Bürgerinnen und Bürgern schaden und „Stillstand“ bringen.

Schwäche: Ich glaube, dass das mein Mann, meine Familie und meine Freunde viel besser beurteilen können als ich selbst. Ich vermute aber sie würden sagen, dass ich manchmal ungeduldig bin, wenn es um das Erreichen von Zielen geht.

Zur Person

Gerda Schäfer ist 59 Jahre alt, verheiratet und lebt seit 1991 in Bad Bergzabern. Von Beruf ist sie Pflegefachkraft; 20 Jahre im Leitungsteam einer stationären Pflegeeinrichtung und seit zwei Jahren als Einsatzleitung der Ökumenischen Sozialstation Annweiler – Bad Bergzabern e.V.